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"uns aber … ist es Gottes Kraft" (1 Kor 1,18) - Vom Kreuz reden im Religionsunterricht

vorrangig Religionslehrkräfte i.K. der Erzdiözese München und Freising

LG Nr. 87-702
06.10.2014 - 10.10.2014
in Gars

28 Plätze

Leitung
SchRin i.K. Maria Holzapfel-Knoll

Der Blick auf das Kreuz lässt nicht gleichgültig. Als Abbild einer schmählichen Hinrichtungsart erregte das Kreuz bereits in der frühen Kirche Anstoß. In der pluralen Gesellschaft von heute wird es als sichtbares, religiöses Zeichen in öffentlichen Räumen immer wieder in Frage gestellt. Für uns Christen ist das Kreuz das zentrale Symbol, dessen Botschaft am deutlichsten im "cruci fixus" (lat. ans Kreuz geheftet), der Darstellung des gekreuzigten Christus, sichtbar wird. Die Botschaft des Kreuzes ist ein herausforderndes Thema für den Religionsunterricht, das für die Unterrichtsplanung grundlegende Fragen aufwirft: Muten wir Schüler/inne/n, die religiöse Symbole nicht mehr ohne weiteres verstehen, mit dem Kreuz als Zeichen menschlichen Scheiterns und Leidens zu viel zu? Wie und mit welchen Zugängen kann es gelingen, Kindern die Heilsbedeutung des Kreuzes einsichtig zu machen? Können theologische Deutungen wie "das Erlösungshandeln Jesu" einer religiös heterogenen Schülerschaft im Unterricht auch nur in Ansätzen nahe gebracht werden? Der Lehrgang setzt in einem ersten Schritt bei der visuellen Botschaft des Kreuzes an. Aus biblisch-dogmatischer Perspektive wird die Bedeutung des Kreuzes im christlichen Glauben erarbeitet und mit religionspädagogischen Konsequenzen und methodisch-didaktischen Fragestellungen verknüpft. Für die Unterrichtspraxis werden Lernprozesse entwickelt, die Schüler/innen befähigen, das Kreuz als ein hoffnungsvolles Zeichen für das Leben zu entdecken.

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Steinboden im Kloster Gars Foto: Elisabeth Kühlechner